Wirtschaftsbetrug    

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Taschendiebstahl/Trickdiebstahl

Straftat
Das sind kriminelle Erscheinungen, die sicherlich schon eininge tausend Jahre Tradition haben.
Im polizeilichen Sinne handelt es sich beim Taschendiebstahl um Entwendung von Wertsachen aus am Körper, an/in der Kleidung oder aus der Tasche  des Opfers getragene/verwahrte Wertsachen.
Diebstähle etwa aus abgelegter Kleidung, oder abgestellten Taschen, oder überhaupt Diebstähle von Taschen  werden als Gelegenheitsdiebstähle klassifiziert.
Zu diesem Täterkreis gehören auch die sogenannten Schnallendrücker, die unversperrte, Wohnungen, Büros, Lagerräume usw. nach Wertsachen durchsuchen.
Beim Trickdiebstahl wird das Opfer verleitet, es dem Dieb leichter zu machen, z.B. durch das freiwillige Öffnen der Wohnungstür, weil angeblich jemand ein Glas Wasser braucht, oder etwa ein falscher Telefontechniker, Stromableser usw.
Sehr verbreitet ist auch das Vortäuschen eines Geldwechsels. Das Opfer wird damit verleitet, seine Geldtasche in die Hand zu nehmen, dann ist nur mehr ein rascher Griff nötig.
Strafrechtlich können diese Diebstähle Vergehen  oder bei Gewerbsmäßigkeit auch Verbrechen sein.
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Abgrenzung zum Betrug
Grundsätzlich beim Diebstahl ergreift der Täter selbst die Beute.
Beim Betrug verleitet der Täter das Opfer, die Beute freiwillig herauszugeben.

Täterprofile
Grundsätzlich gibt es 2 verschiedene Täterprofile, unabhängig ob weiblich oder männlich.
Bei den einen handelt es sich um die einheimischen Kleinkriminellern, die zumeist aus Not oder Leichtsinn heraus, z.B. wegen Suchtgiftmissbrauch, alle Gelegenheit zum Stehlen ausnützen. Dabei verachten sie auch Handy`s nicht.
Die anderen TäterInnengruppen aus Süd - Osteuropa werden in der Heimat von Kindheit an in Taschendiebstahl geübt und geschult (an Klingelpuppen).
Sie werden vom Paten erst losgeschickt, wenn sie so gut sind, dass selbst der Großvater den Griff in die Tasche nicht mehr merkt.
Einzeltäter gibt es selten, sie treten eher organisiert in kleinen Gruppen auf, sind mobil, bereisen ganz Europa bzw. ziehen von Land zu Land und von Stadt zu Stadt, von einer Großveranstaltung zur anderen.

Opferprofil/Diebsgut
Es ist keine Altersgruppe vor Taschendiebstahl gefeit, jedoch sind unseyre älteren Semester sicher mehr gefährdet.
Die professionellen Taschendiebe haben es vorwiegend auf Bargeld und Schmuck abgesehen. Aber auch gestohlene Reisepässe, Führerscheine, Bankomat- und Kreditkarten sind für sie wertvoll. Die geleerten Geldtaschen landen in den Misteimern, Toiletten, oder auch in Geschäften ausgestellten Kleidungsstücken.
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Modus Operandi
Die Banden aus Süd - und Osteuropa gehen nach einem bestimmen Zeitplan vor, in den verschiedenen Ländern werden die Löhne, Gehälter und Pensionen  zu bestimmten Zeiten, etwa Anfang oder Mitte des Monats ausbezahlt. In diesen Zeitfenstern können die Täter immer  mehr erfolgreich sein.
Professionelle Taschendiebe suchen ihr Opfer nicht wahllos aus.  Sie treten zu zweit oder zu dritt auf, suchen potentielle Opfer, zum Beispiel in/bei Banken, Bankomaten, in Geschäften usw. um vorerst festzustellen, wer hat Geld bei sich, wo wird es  in der Kleidung oder Handtasche verwahrt.
Steht das Opfer fest, wird es verfolgt, dann oft im künstlich erzeugten Gedränge, sei es etwa  in Geschäften, Märkten, auf Plätzen, Straßen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, bestohlen.
Diese Verfolgung kann auch bis zur Wohnung oder sogar bis zur Beraubung gehen

Warum bemerken die Opfer oder Umstehenden den Diebstahlsvorgang nicht?
Im Gedränge gibt es immer wieder unvermeidliche Berührungen mit Zeitgenossen. Von den Tätern werden diese auch absichtlich provoziert . Zeitgleich mit diesen Berührungen kann der Täter die Geldtasche unbemerkt ziehen.
Eine 2. zeitgleiche Berührung kann vom Opfer in der Regel nicht wahrgenommen werden, weil unser Gehirn dazu nicht in der  Lage ist.
Weiters decken sich die Täter gegen die Umstehenden so ab, dass der Diebstahlsvorgang absolut versteckt erfolgt.
Falls das Opfer in den ganz seltenen Fällen den Diebstahl sofort bemerkt, kann es ohne weiteres passieren, dass der Dieb die Geldtasche sofort wieder zurückgibt. Im Normalfall hat der Täter die Geldtasche einem Mittäter bereits weiter gegeben und er kann mit leeren Händen und Taschen beweisen, dass er nicht der Dieb wäre.

Bekämpfung
Die Opfer sollten ohne unnötigen Aufschub Strafanzeige bei der nächsten Sicherheitsdienststelle erstatten.
Bei der Anzeigenerstattung möglichst eine detaillierte Täterbeschreibung angegeben werden.
Sehr wichtig ist, wo habe ich zuletzt die Geldtasche benutzt. Vielleicht war das in einer Bank oder einem Geschäft mit Videoüberwachung.
Wir können so immer wieder zu beweiskräftigen Täterfotos kommen.
Falls in der Geldtasche irgendwo der  Bankomatcode notiert ist, sind unverzüglich die nötigen Sperren zu veranlassen, auch die gestohlenen Kreditkarten sind zu sperren.
Die Polizei versucht durch intensive Bestreifung der betroffenen Tatorte und Kontrollen die Täter von den Diebstählen abzuhalten und zu vertreiben.
Daneben wird auch verdeckt ermittelt und gefahndet, um dieTäter auf frischer Tat zu ertappen und zu überführen.
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Probleme bei der Aufklärung

Wenn die TäterInnen ausgeforscht werden, können diesen oft nur ein Diebstahl mit einem Strafrahmen von  bis zu 6 Monaten nachgewiesen werden, wodurch diese mit geringen Strafen rechnen können.

Wie kann man sich schützen/Wo ist der sicherste Platz
Die Damen tragen ihre Handtaschen am besten unter dem Arm eingezwickt und natürliche die Taschen geschlossen.
Bei den Herren ist der sicherste Platz in den beiden vorderen Hosentaschen,
ansonsten keine Wertsachen unbeobachtet liegen lassen,
keinem Fremden ohne entsprechende Ausweisleistung die Wohnung öffnen.
Bei Verdachtsfällen bitte unverzüglich per Notruf die Polizei verständigen, lieber einmal zu oft, als einmal zuwenig.
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